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Pop-Up-Fahrradweg nicht zu Ende gedacht

Seit gerade einmal ca. 4 Wochen gibt es den Pop-Up-Fahrradweg auf der Sankt-Anton-Straße in der Innenstadt.  Es handelt sich bei dieser Straße um eine Hauptverkehrsstraße in der Krefelder Innenstadt, wovon kurzerhand jeweils eine Spur geklaut wurde, um dort den besagten Radweg einzurichten.

 

Bereits eine Woche später gab es einen Zeitungsartikel darüber, wie schlecht dies jedoch geplant war: Eine Hauptverkehrsstraße der Innenstadt wurde auf einen Fahrstreifen reduziert, es gibt großen Rückstau und viel Chaos.  Auch wurde bei Planung wohl vergessen, dass dieser Radweg mitten in einer viel befahreren Innenstadt liegt, ohne gute und sichere Anbindung mit dem Fahrrad von außen.

 

Dieser Radweg ist von der Stadt Krefeld zwar nett gemeint und bedient eigentlich einen wichtigen Aspekt, nämlich den Klimaschutz, jedoch wurde dieses Konzept in keinster Weise zu Ende gedacht.

Und gerade die neueste Idee der Stadt lässt uns PIRATEN fassungslos werden: Der Fahrradweg soll aufgrund der erhöhten Staus an der Sankt-Anton-Straße durch die Friedrichstraße in Richtung Innenstadt geführt werden – auf welcher das Radfahren von 9-19 Uhr verboten ist. Ein Schild direkt am Anfang der Fußgängerzone verdeutlicht das Fahrverbot nochmals. Wer also den Pop-Up-Fahrradweg dann zwischen 9 Uhr und 19 Uhr benutzen möchte, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die Stadt hat zwar bereits angekündigt, das Verbot aufzuheben, aber momentan ist es immer noch verboten.

 

Wie könnte man es denn aber besser machen?

 

Damit die Innenstadt fahrradfreundlicher und allgemein sicherer für das Fahrradfahren wird, müsste man sich ein neues Konzept ausdenken, der Grundaspekt wird aber gleich bleiben: Es müssen weniger Autos in der Stadtmitte werden.

 

Mit weniger Autos in der Stadtmitte könnte man deutlich besser Fahrradwege auslegen und diese auch mit sogenannten „Fahrradschnellstraßen“ anbinden, damit man auch von außen gut an die Fahrradwege rankommt.

 

Um nun aber das Ziel zu erreichen, weniger Autos in der Stadt zu haben, braucht es eine Verkehrswende. Hierzu braucht es unter anderem einen fahrscheinlosen und starken ÖPNV, welcher Autofahrer auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen lässt und somit einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung beigibt. Das komplette Programm zum fahrscheinlosen ÖPNV gibt es bereits hier.

 

Es bedarf natürlich noch vielen weiteren Änderungen, damit es zu einer richtigen Verkehrswende kommt. Wir PIRATEN Krefeld möchten die Stadt Krefeld dazu anregen, sich nicht nur auf die Facette wie einem Pop-Up-Fahrradweg zu fokusieren, sondern wirklich einmal auf die generelle Grundstruktur einer Verkehrswende einzugehen und ein neues Konzept dazu zu entwickeln. Dies würde auch in Einklang kommen mit dem Projekt „KrefeldKlima 2030„, welches die Stadt Krefeld bereits 2018 ins Leben gerufen hat, um Krefeld klimaneutral zu machen.
 

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